Region Hont

Region Hont


Die Region Hont liegt im südlichen Teil der Mittelslowakei, im Gebiet des ehemaligen Gaus Hont. Ungefähr ein Fünftel des ehemaligen Gaus ist heute ein ungarisches Gebiet.
Die Grenzen der Region Hont bildet im Norden das Gebirge Štiavnické vrchy, welches in Richtung Süden in das Flachland Krupinská planina und den Talkessel Ipeľská kotlina übergeht. Die Region greift im Süden bis in das Donautiefland ein. Im Westen wird die Grenze vom Fluss Hron gebildet, im Osten vom Flüsschen Krtíš und im Süden vom Fluss Ipeľ, welcher eine natürliche Grenze zwischen der slowakischen und der ungarischen Hont-Region bildet.
Administrativ liegt das Gebiet überwiegend in den Kreisen Banská Štiavnica, Krupina, Veľký Krtíš (Landkreis Banská Bystrica) und Levice (Landkreis Nitra).

ENTWICKLUNG DER BESIEDLUNG


Der südliche Teil der Region gehört, angesichts der günstigen Naturbedingungen, zu den ältesten besiedelten Gegenden der Slowakei. Erst nach und nach rückte die Besiedlung Richtung Norden, in die gegliederten Regionen des Flachlandes Krupinská planina und des Gebirges Štiavnické vrchy. Das Ergebnis ist der heute überwiegend landwirtschaftliche Raum mit ländlicher Besiedlung. In den Gemeinden hat sich nicht nur die volkstümliche Architektur bewahrt, aber auch die traditionellen Handwerke bzw. volkstümlichen Bräuche. Durch historische Einflüsse besiedelten verschiedene Nationen das Gebiet. Der nördliche Teil der Region wurde ab dem 12. Jahrhundert intensiver besiedelt. Der Grund waren die reichen Funde an metallischen Erzen in Štiavnické vrchy, dem größten vulkanischen Gebirge der Slowakei. Der Abbau von Edelmetallen gemeinsam mit der deutschen Kolonisierung haben bedeutend die Entwicklung dieser Region beeinflusst. Hier wurden freie königliche Städte Banská Štiavnica (dt. Schemnitz), Krupina (dt. Karpfen), Banská Belá und Pukanec gegründet. Die größte Blütezeit bezieht sich auf das 18. Jahrhundert, als im Jahr 1762 in Banská Štiavnica die Bergbauakademie, erste technische Hochschule der Welt, gegründet wurde. Ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der allmähliche Rückgang des Bergbaus und das Gebiet verlor nach und nach seine ursprüngliche Bedeutung.

Brhlovce

~ 15 min.


Der Ort ist für seine Felsbehausungen bekannt. Vulkanischer Tuff ermöglichte den Bewohnern nicht nur die wirtschaftlichen Räume sondern auch die Wohnräume in den weichen Felsen zu graben.

Hrušov

~ 25 min.


Im Ort wird alljährlich ein Folk Festival unter dem Namen “Hontianska parada” veranstaltet. Dies ist eine Präsentation volks-künstlicher Auftritte slowakischer und ausländischer Interpreten sowie der Arbeit von Bauern in den slowakischen Einsiedeleien und der Handwerker aus der Slowakei.

Sebechleby

~ 15 min.


Hier befindet sich das Denkmalschutzgebiet volkstümlicher Architektur “Stará Hora”. Laut Tradition entstanden die Kellereien im 16. Jahrhundert als Verstecke vor den Türken. Mit dem Traubenanbau wurde schon im 17. Jahrhundert begonnen. Hier befindet sich auch die Sankt Urban Kapelle, erbaut im Jahre 1732. Stará Hora ist ein einmaliges Gelände für kulturelle Aktivitäten der Gemeinde wie der Feiertag des Heiligen Urban.

Krupina

~ 25 min.


Krupina gehört zu den ältesten Städten der Slowakei. Im 16. – 17. Jahrhundert stellte die Stadt eine bedeutende Festung dar, welche die Verteidigung der mittelslowakischen Bergbau-Städte sicherte. Zur Verteidigung diente der Wachtturm – Vartovka.

Svätý Anton

~ 30 min.


Südlich von der Stadt Banská Štiavnica, im Dorf Svätý Anton, befindet sich ein barock-klassizistisches Schloss, welches schon im 15. Jahrhundert erwähnt wurde. Ein Bestandteil des Schlossgeländes ist auch ein wunderschöner historischer Park.

Banská Štiavnica

~ 40 min.


Schemnitz gehört zu den historisch interessantesten Städten der Slowakei. Im Jahre 1993 wurde das historische Zentrum der Stadt gemeinsam mit den technischen Denkmälern der Umgebung in das Kultur- und Naturerberbe von UNESCO eingeschrieben. In der Stadt befinden sich viele historische Denkmäler wie der Kalvarienberg, Platz der Heiligen Dreifaltigkeit und Säule der Heiligen Dreifaltigkeit, das Neue und das Alte Schloss, der Klopferturm, historisches Rathaus und Museen.