| Mineralbäder |
Die Behandlungen
auf der Basis des Mineralheilwassers gehören zu dem Haupbehandlungen.
Wannenbäder - das Mineralwasser wird auf die Temperatur von 34 – 38 oC erwärmt. Spezifische Auswirkung des Wannenbads ist abhängig von dem eigenartigen Einfluß auf den Blutkreislauf mit der deutlich erhöhten Füllung des Kapillarblutbahn mit deutlicher Schwefelresorption über die Haut. Das Wannenbad dauert ca. 15-20 Minuten und am Anfang ist thermisch different. Nach jeder Prozedur folgt die Ruhepause im Dauer von 30 Minuten. Während balneotherapeutischer Behandlung werden die Resorptionen von CO2 und H2S einander unterstützt. Für die Behandlung im Kurbasin stehen zwei Kurbassins zur Verfügung, in denen die Temperatur des Mineralwassers 33-34oC beträgt. Das Bad hat Beruhigungswirkung und unterstützt die Wärmezufuhr vor allem in Gliedmaßen, welche immer kälter sind. Die Erhöhung der Körpertemperatur um 1 bis 2 °C ruft im Körper bedeutungsvolle Beschleunigung der biochemischen Änderungen hervor - der Sauerstoffverbrauch und die Ausgabe vom Kohlendioxid werden erhöht, die Muskel-, Band- und Leitungsgewebenelastizität wird verbessert, wobei die Muskelspannung vermindert wird, was einen deutlichen Antischmerzeffekt mitbringt. Weitere Wirkungen des Thermalbads werden mit erhöhter Haut- und Körperdurchblutung im Folge der aufgenommenen Wärme ausgeprägt.Indikationen: Bei Krankheiten des Bewegungsapparates verfahren wir laut Gesundheitszustand des Patienten. Bei den Leuten über 60 Jahre alt verschreiben wir das Mineralbad vorsichtig. Das Wannenbad beginnen wir mit einer in 2/3 gefüllten Wanne und die volle Wanne geben wir nur nach der Feststellung guter Toleranz mit dem Schwefelkohlenmineralwasser. Bei dem erhöhten Blutdruck reduzieren wir die Temperatur des Wannenbades, den Wanneninhalt oder die Aufenthaltsdauer in der Wanne oder im Thermalbassin. Auch bei den Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen waren die Kontraindikationen der Badetherapie in unserem Mineralwasser ganz selten. |
| Bewegungstherapie |
Die Bewegungstherapie ist ein untrennbarer Bestandteil der Balneotherapie.
Die Bewegungstherapie hat unter den Bädern besonders große Bedeutung,
vor allem für die Patienten mit posttraumatischen Zuständen der Bewegungsapparates
und nach einer Wirbelsäulenoperation. Es handelt sich am meisten um die
jüngeren Patienten und Patienten in mittleren Jahren, bei denen die intensive
Baderehabilitation erheblich zur Abkürzung der Behandlungsdauer beiträgt
und sie bringt diese Patienten zurück in den Arbeitsprozess. Um dieses Ziel zu erreichen, verschreiben wir in leichten Fällen die Gruppenübung in einer Turnhalle, bei den Schwerbehinderten die individuelle Übung. Eine Gruppe ist maximal von 15 Patienten gebildet, eine Übung dauert in der Regel 30 Minuten. Sie beginnt mit dem Einturnen, dann folgt der Hauptteil und wir enden die Übung mit Beruhigungsübungen. In die Übungskonzeption legen wir Atmungsübungen und Spiele hinein. Man turnt bei der Musik mit einigen Elementen von Jazz-Gymnastik mit stuffenweise gravierender Schwierigkeit und Dynamikbeschleunigung. Bei schwerbetroffenen Patienten wird die individuelle Übung laut klinischen Befund und Röntgenuntersuchung bestimmt. Dabei wird die ganze Reihe der aktiven und passiven Bewegungen mit Anwendung der Fest- oder beweglichen Geräte und Hilfsinstrumente verwendet. Wir legen den Nachdruck besonders auf die Atmungsübungen, die bei der Bechterew-Krankheit intensiv sind. Eine wichtige Form der Übung ist Übung im Wasser - die sgn. Hydrokinesitherapie. |
Mechanotherapie – Hydrotherapie und Massagen |
| Klassische Massage hat für die Behandlung des Bewegungsapparates eine Sonderbedeutung, weil die auf die Haut applizierten Reiben, Reizen und Rütteln im großen Maß die Bewegungsapparatsorgane eingreifen, wie z.B. Muskeln, Sehnen, Beugenhüllen und andere Leitungsgeweben. Die Massagen haben lokale und auch gänzliche Wirkung. Die erste der lokalen Massagenwirkungen ist mechanische Entfernung der Oberflächenhauthornschicht, womit die Talg- und Schweißdrüsengänge frei werden. Sie hilft damit der Hautatmung und Haltung einer günstigen chemischen Reaktion der Hautoberfläche nach. Bei der Massage kommt zur Hautdurchblutung, womit die Nährstoff-, Sauerstoff- und Schutzstoffzuleitung verbessert wird. Mit günstiger Einfluß auf den Venenblutfluß wird Abfuhr der unnötigen
Produkten aus dem Metabolismus beschleunigt. Die Massage unterstützt
auch Lymphfluß. Leichte Massage mindert die Hautschmerzhaftigkeit. In
dem massierten Muskel wird den Blutkreislauf verbessert, was danach die
Muskelleistung erhöht und kann auch zur Heilenbeschleunigung des erschöpften
Muskels führen. Kontraindikationen: Die Reflexzonenmassage wird nur von kvalifizierten Physiotherapeuten
ausgeübt. Sie ist günstig bei Halswirbelsäulenschmerzen, Schultergelenkschmerzen,
bei anderen Schmerzen infolge funktionellen Störungen, migränoiden Kopfschmerzen,
Neurokreislaufschwäche und Vasoneurosen. Die Reflexzonenmassage wird
folgend verschrieben: Rückenreflexzonenmassage in oberen Teilen der Brustwirbelsäule,
Nacken- und Halsmassage und Reflexzonenmassage der Hüft- und unteren
Brustsegmente. Bei der Reflexzonenmassage lockt der Rehabilitationsmitarbeiter
zuerst obere und dann tiefgelegene Schichten und stufenweise widmet er
sich auch den Punkten vom maximalen Schmerz. Eine Reflexzonenmassage
dauert von 15 - 20 Minuten. Die Unterwassermassage wird bei der Wassertemperatur über 35-37oC durchgeführt. Der Patient ist in der Wanne eingetaucht, wo sein Körper mit dem Druck des Massagestrahles von 2-3 atm bei der Wassertemperatur 45-48oC massiert wird. Die Behandlung wirkt mechanisch und thermisch und beträgt 20 Minuten. Sie ist günstig für die Patienten, bei denen ist es nötig Muskelentspannung und bessere Haut- und Unterhautdurchblutung zu erreichen. Die Unterwassermassage wird vor allem bei posttraumatischen Zuständen und rheumatischen Krankheiten angewendet. Die Kontraindikationen sind die Zustände der Herz- und gänzlichen Schwäche, größere Varizen, erhöhter Blutdruck, Zustände nach Thrombophlebitis. Wirbelbad für Gliedmaßen hat ähnliche Wirkung wie Unterwassermassage mit kleinerer gänzlicher Stimulation auf einer kleineren Applikationsfläche. Bei solcher Massage sind die Gliedmaßen des Patienten in einer Wanne eingetaucht gefüllt mit dem Wasser mit Wassertemperatur von 35 - 38 °C. Das Wasser wird in einer Wirbelbewegung gesetzt, die Massagedauer beträgt 15 - 20 Minuten. Die Indikationen und Kontraindikationen sind gleich wie bei der Unterwassermassage. Wechselwarme Wasserstrahlmassage wird mit dem Wasser mit Wechseltemperatur und Wechseldruck durchgeführt. Physiologische Wirkung dieser Behandlung ist die Stimulation der vasomotorischen Reaktionen. Sie hat einen Antischmerzeffekt und dauert 15 Minuten. Wechselndes Tretbad nutzt zwei kleine Wannen für beide Untergliedmaßen - eine gefüllt mit warmem Wasser (40-50oC) und die andere mit kaltem Wasser (10-16oC). Man trit zuerst in das warme Bad und bei ständigem Treten etwa 1 Minute und danach trit man in das kalte Bad und bleibt darin tretend für 15 Sekunden. Dieses Wechsel wiederholt man 6-10 mal. Die Behandlung beendet man nach kaltem Bad mit Füßenabtrocknen. Die Behandlungsdauer beträgt 15 Minuten. Wechselndes Tretbad ist günstig bei posttraumatischen und postoperativen Zuständen, insbesonders nach Knöchelfrakturen und Fußfrakturen. Paraffinpackungen Die Paraffinpackungen werden bei Behandlung schmerzhafter posttraumatischer Zustände und rheumatischer Krankheiten angewendet, weil sie starrere Muskeln locken und Durchbludtung von solchen Geweben ausrufen, die empflindlich gegen Sauerstoffdefizit sind (Knochen, Knorpel, Bindgewebe, Sehnen, innere Gefäßwände, Sehlinsen, Hirn, Muskeln). Wir nutzen die Eigenschaft des Paraffins, dass es bei der Temperatur 55 °C starr wird und dabei übergibt es beträchtliche Wärmemenge. Bei der Behandlung legen wir die Mullpackungen an schmerzhafte Stellen - Halswirbelsäule, bzw. Hüft-Kreuzbereich der Wirbelsäule, die in vorgewärmtem Paraffin angefeutigt wurden. Die Packung decken wir mit einem Igelit und einer Flanelldecke. Die Behandlung dauert 20 Minuten. Die Paraffinpackungen sind nicht günstig bei hohem Blutdruck, Varitzen, Pilzflechten, eitrigen Hautkrankheiten, Osteoporose, Fieberkrankheiten. Moorpackungen Eines der Hauptheileffekte vom Torfmoor ist thermisches Effekt, das durch seine Erwärmung erreicht wird. Im Vergleich mit der Thermokapatzität vom Wasser ist die Thermokapatzität vom Torfmoor 5-mal länger, was das deutliche und tiefwirkende Thermoheileffekt unterstützt. Ein Bestandteil des Torfmoors sind auch Produkte des Humifikationsprozesses, die bei direkter Anwendung ein Bestandteil der Peloidwirkung bilden. Die Anwendung besteht von dem Anlegen der einmaligen Moorpackung auf die bestimmte Stelle, die dann mit einem 50 °C warmen Thermopolster abdecken. Das Thermopolster decken wir mit einem Frottebadetuch und lassen es 20 Minuten wirken. Diese Behandlung ist günstig bei den Syndromen von Muskelüberlastung, Arbeitsbelastung, degenerativen Prozessen des Bewegungsapparates, Hautproblemen und bei Störungen des Stoffwechsels. Kontraindikationen: Elektrotherapie
Interferenzströme – werden bei Krankheiten des Bewegungsapparats mit schmerzhaften Symptomen langfristiges Charakters verschrieben. Elektronisch gesteuerte Geräte arbeiten auf dem Prinzip von zwei Mittelfrequenzkreisen, deren Frequenz von 0 - 100 Hz beträgt. Diese Frequenzen rufen spezielle biologische Wirkungen aus, sie wirken reizbar (unter 50 Hz) und sedativ und spasmolytisch (über 50 Hz). Die Behandlung beträgt 10-15 Minuten. Diadynamik – es geht um die Anwendung des nicht komplett gesteuerten Sinusstroms mit zwei Arten; die sgn. CP Ströme mit kurzen Perioden und die Antischmerzströme LP mit langen Perioden. Sie selbst sind gut anwendbar bei rapid schmerzhaften Zuständen, deswegen sind sie sehr oft in der Sportmedizin und Traumatologie bei Behandlung der Verletzungen angewendet. Die Therapie dauert 10-15 Minuten. Phyaction – arbeitet auf dem Prinzip der Verwendung verschiedener Ströme mit Tiefeffekt. Der Mittelfrequenzstrom hat Antischmerzeffekt und hilft die Normalisierung des vegetativen Gleichgewichtes zu erreichen. Phyaction wird bei Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen, Störungen des Perifferiekreislaufs, Myalgie, Neuralgie, Kontraktur bei Ruhigstellung und Hypertonie genutzt. Der Niederfrequenzstrom nutzt man für Kreislaufverbesserung und Schmerzminderung. Er wird bei Behandlung von akuten, chronischen und postoperativen Schmerzen, Ödem, Hämatom, bei begrenzter Bewegung und hysterischer Lähmung angewendet.
Magnetotherapie Bei Behandlung nutzt man die pulsmagnetischen Felder mit Frequenz von 2
bis 15 Hz und höher für ihr Antischmerzeffekt. Die Schmerzminderung ermöglicht
viel früher und im größeren Maß die Bewegungstherapie und bringt Bewegungsverbesserung
mit. Die Magnetotherapieanwendung mit pulsmagnetischem Feld hat praktisch
keine Kontraindikationen. Positive Wirkungen sind nur bei Behandlung
posttraumatischer Schwellung, Schmerzen und posttraumatischen Gefäßstörungen
merkbar. Zusatzbehandlungen In diese Gruppe gehören: · Übung mit Fit-Ball Extrabehandlungen · Wannenbad mit Torfmoor |